Google for Jobs | Mein Guide für dein Unternehmen 2019

Google for Jobs Banner JK Marketing

Du hast selbst bereits entdeckt, dass Google eine neue Funktion für Jobsuchende anbietet oder zumindest davon gehört? Seit Mai 2019 kann man in Deutschland nun die neue Google-Funktion „Google for Jobs“ nutzen. Hierbei handelt es sich um eine Einblendung in den Suchergebnissen von Google, in der direkt Stellenangebote gefunden werden können, ohne dass man ein Online-Stellenportal wie Stepstone oder Monster nutzt. Aber wie genau funktioniert Google for Jobs und wie kannst Du es für dein Unternehmen nutzen?

Was genau ist Google for Jobs?

Google for Jobs wird die Zukunft der Personalgewinnung im Internet zukünftig stark beeinflussen.

Die neue Einblendung in den Suchergebnissen von Google bringt einige Funktionen mit sich, welche den Prozess der Jobsuche sowohl für den Jobsuchenden als auch für einstellende Unternehmen verändern wird.

In diesem Beitrag erfährst Du, wie Google for Jobs funktioniert, welche Funktionen zur Verfügung stehen und wie Du Google for Jobs nutzen kannst.

Google for Jobs für Jobsuchende

Google for Jobs ist gegen der allgemeinen Vermutung kein wirkliches Online-Stellenportal wie Stepstone oder Monster. Stattdessen ist es eher eine Suchmaschine für Stellenangebote, welche auf diverse Quellen zurückgreift, um ein möglichst gutes Ergebnis zu liefern. Einige Beispiele für Quellen sind hierbei: Xing, LinkedIn, Stellenanzeigen.de sowie diverse Unternehmenswebseiten. Der Branchengigant Stepstone möchte allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stelle an Google for Jobs weiterreichen, was die Suche im deutschsprachigen Raum weiterhin einschränkt.

Dadurch erklärt sich auch schon der größte Mehrwert für Jobsuchende Nutzer von Google for Jobs: Es ist nicht mehr nötig, alle diese Seiten selbst nach passenden Angeboten zu durchsuchen. Stattdessen nutzt man Google und bekommt alle relevanten Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit auf einen Blick angezeigt und kann mit der Auswahl beginnen.

Weitere praktische Funktionen machen die Jobsuche ebenfalls angenehmer. Dabei kennt man einige dieser Funktionen bereits aus bekannten Stellenportalen. So kann man als Jobsuchender zum Beispiel relevante Stellen speichern und diese später in einer Übersicht anzeigen lassen.

Außerdem können E-Mail-Benachrichtigungen für bestimmte Suchanfragen eingerichtet werden. Nutzt man zum Beispiel die Suchanfrage „Marketing Manager Stuttgart“, kann man dafür eine Benachrichtigung mithilfe des eigenen Google-Kontos einrichten. Wird nun in Zukunft eine neue Stellenanzeige verfügbar, welche zu dieser Suchanfrage passt, bekommt man als Nutzer direkt eine Benachrichtigung ins Postfach des Google-Kontos und kann so den Überblick über neu hinzugekommene Stellen behalten.

Diverse Filtermöglichkeiten nach Art der Stelle, Radius um einen bestimmten Ort, Unternehmenskategorie sowie einzelnen Arbeitgebern stehen dem Nutzer ebenfalls zur Verfügung. Praktischerweise werden auch ähnliche Jobtitel vorgeschlagen, so kann man auch als Nutzer über den Tellerrand hinausschauen und verpasst keine Stellenanzeige, nur weil der Titel oder verschiedene Tags unterschiedlich gewählt wurden.

Da Google nun einmal Google ist und auf verschiedenste Daten von eigenen Produkten und Produkten von Drittanbietern zugreift, werden Jobsuchenden diverse Daten zur Verfügung gestellt, welche durchaus praktisch und komfortabel sind. Hierzu gehört zum Beispiel die Anzeige der Entfernung zum Unternehmen der betreffenden Stellenanzeige. In anderen Stellenportalen findet man zum Beispiel lediglich eine Angabe des Ortes. Google bietet die Entfernung, die Fahrtzeit sowie die direkte Routenplanung mit Einbindung von Google Maps. Selbstverständlich werden auch der Link zur Unternehmenswebsite sowie die Anzeige aller weiteren Stellen des Unternehmens angezeigt.

Weitere Daten, welche direkt von Google eingebunden werden, scheinen zunächst eine Kleinigkeit zu sein, könnten allerdings bei genauerer Betrachtung einen großen Einfluss auf die Jobauswahl haben. So werden in Google for Jobs nämlich diverse Arbeitgeber-Bewertungen von verschiedensten Plattformen direkt in die Stellenanzeigen integriert. Dazu gehören die Bewertungen von Kununu, Xing, Indeed und Glassdor, welche in einem Fünf-Sterne-System visualisiert werden. So bekommt der Jobsuchende schnell einen Überblick, wie attraktiv das Unternehmen als Arbeitgeber sein könnte.

Außerdem liefert Google for Jobs zu Beginn der Suchmaschineneinblendung einen Link zu einigen relevanten Stellenbörsen und Karrierenetzwerken. Dadurch kann der Nutzer bei Bedarf auch einzelne Jobbörsen nutzen. Selbst Stepstone bekommt hier einen Link an erster Stelle, was es dem Nutzer erlaubt, mit der zusätzlichen Nutzung von Stepstone praktisch das ganze verfügbare Angebot von Stellen abzurufen.

Google for Jobs für Unternehmen

Auch für Unternehmen werden sich langfristig einige Dinge mit Google for Jobs ändern. So ist es zu erwarten, dass in naher Zukunft die meisten Jobsuchen auf dieser Plattform beginnen.

Das bedeutet unter Umständen: Deine Stellenanzeigen sind nicht auf Google for Jobs? Dann bekommst Du auch keine Bewerbungen! Das klingt zunächst etwas übertrieben, es gibt ja auch noch andere Wege, um an Bewerber zu kommen, allerdings wird die Chance, einen Bewerber zu erreichen, dadurch maßgeblich geringer.

Das bedeutet im ersten Schritt: Prüfe, ob deine Stellenanzeigen schon über ein bestehendes Portal in Google for Jobs auffindbar sind. Wenn ja, dann prüfe die Vollständigkeit dieser Daten und passe gegebenenfalls an. Auf was Du hierbei achten musst und welche Fehler Du vermeiden solltest, kannst Du hier nachlesen.

Sind deine Stellenanzeigen bisher noch nicht verfügbar, sollte deine erste Priorität sein, hier mit deinen Stellenanzeigen aufzutauchen. Solltest Du bis jetzt aus Kostengründen oder mangelnder Kapazität noch kein Portal für Stellenanzeigen genutzt haben, ist heute der Tag, das zu ändern. Google for Jobs kostet dich nämlich bis jetzt keinen Cent extra und bietet dir dafür maximale Sichtbarkeit.

Wie Du es schaffst, dass deine freien Stellen in Google for Jobs zu finden sind, erfährst Du in den folgenden Kapiteln.

Auch für Arbeitgeber ergeben sich einige deutliche Veränderungen mit Google for Jobs. Zunächst sollte man, wie bereits erklärt, dafür sorgen, dass man unbedingt in Google for Jobs gefunden wird, da die Vermutung nahe liegt, dass sich die Aufmerksamkeit der Jobsuchenden in naher Zukunft von einzelnen Plattformen hin zur Suchmaschine entwickelt.

Das könnte dazu führen, dass einzelne Stellenbörsen, welche von bezahlten Stellenangeboten leben, auf Dauer an Relevanz verlieren könnten. Warum sollte man auch als Unternehmen eine Stellenanzeige für teures Geld bei einer Jobbörse schalten, wenn ein Großteil der Aufmerksamkeit sich zu Google for Jobs verschiebt und man hier auch ohne finanziellen Aufwand gefunden werden kann.

Sollte es allerdings wirklich zu einer derartigen Verschiebung der Aufmerksamkeit kommen, kann man davon ausgehen, dass Google zeitnah eine Monetarisierung für Google for Jobs in Erwägung ziehen wird. Diese könnte wie bei der regulären Google-Suche aussehen. Für ein bestimmtes Entgelt oder Gebot bekommt die eigene Stellenanzeige einen der oberen Premiumplätze und wird so von Interessenten zuerst gefunden. Spannend bleibt, ob es hier vielleicht auch einen neuen Spielraum für SEO (Suchmaschinenoptimierung) geben wird, um organisch ohne Bezahlung in den Rankings von Google mit Stellenanzeigen nach oben zu steigen.

Zur Zeit würde ich es allerdings nicht empfehlen, die gesamte Konzentration auf Google for Jobs zu richten, stattdessen gilt es, die bewährten Methoden und Jobbörsen weiter aktiv zu nutzen und gleichzeitig die Inserate bei Google for Jobs zu prüfen. Diese sollten gleichzeitig genutzt werden und können als Ergänzung gesehen werden. Sollte sich die Aufmerksamkeit in Zukunft weg von Jobbörsen und hin zu Google entwickeln, sollten andere Wege der Stellenveröffentlichung genutzt werden. Vielleicht werden Stellenbörsen so langfristig überflüssig.

Wie kommen deine Stellenanzeigen in Google for Jobs?

Du hast nun verstanden, warum Google for Jobs in der Zukunft wichtig für dein Unternehmen sein könnte und möchtest mit deinen Stellenanzeigen dort präsent sein? Vielleicht befinden sich aber auch schon Anzeigen von dir in den ausgespielten Ergebnissen und Du möchtest gerne wissen, wie die Anzeigen dort gelandet sind? Das erfährst Du in den folgenden Kapiteln!

Wie bereits erklärt, funktioniert Google for Jobs wie eine Suchmaschine für Stellenanzeigen. Hierbei werden verschiedenste Quellen wie Social-Media-Plattformen, Unternehmenswebseiten und Jobbörsen „gecrawlt“. Das bedeutet, dass Google mithilfe von speziellen Suchprogrammen sämtliche Internetseiten und Inhalte durchsucht und strukturiert. Wenn nun jemand bei Google nach „Jobs in Stuttgart“ sucht, bekommt er alle Ergebnisse, die diese Programme mit dem Suchbegriff in Verbindung bringen.

Das erklärt dann auch, warum von deinem Unternehmen bereits Stellenanzeigen in Google for Jobs zu finden sind. Wahrscheinlich befinden sich die Anzeigen bereits irgendwo im Internet. Hast Du die Anzeigen nämlich auf Xing, LinkedIn oder anderen Portalen veröffentlicht, werden diese automatisch indexiert, also von den Google-Suchprogrammen analysiert.

Taucht dein Unternehmen allerdings noch nicht in den Suchergebnissen von Google for Jobs auf, dann bekommst Du jetzt ein paar Tipps, wie Du das so schnell wie möglich ändern kannst!

Google for Jobs mit Drittanbietern

Der wohl einfachste Weg für dein Unternehmen in Google, den Du sofort umsetzen kannst, ist das Nutzen eines Drittanbieters, welcher von Google indexiert wird. Dazu gehören zum Beispiel Xing und LinkedIn. Hierbei musst Du ein Profil bei dem gewählten Portal anlegen und kannst im Anschluss eine Stellenanzeige erstellen. Diese wird dann ganz wie von Zauberhand von Google registriert und bei der richtigen Suchanfrage ausgespielt.

Natürlich kommt dieser bequeme Weg, Google for Jobs zu nutzen, mit einer kleinen Spaßbremse: die Kosten für Stellenanzeigen auf Xing beginnen zur Zeit, je nach gewähltem Paket bei ca. 395€, bei LinkedIn kannst du selbst ein Tagesbudget hinterlegen und bezahlst dann nur, wenn deine Anzeige angesehen wird. Das heißt also im Umkehrschluss: Du sparst einiges an Zeit und Nerven, musst dafür allerdings den Geldbeutel zücken.

Achtung: Wie bereits erwähnt, werden Anzeigen auf Stepstone nicht bei Google for Jobs ausgespielt.  

Das Nutzen eines solchen Drittanbieters ist also besonders bequem, wenn Du nicht gerade Zeit hast, die Stellenanzeigen selbst für Google for Jobs aufzubereiten. Außerdem profitierst Du dabei noch zusätzlich von der Reichweite des gewählten Portals! Im Gegenzug kommen hier einige Kosten auf dich zu, die Du mit anderen Methoden vermeiden könntest. Wolltest Du also sowieso Anzeigen in verschiedenen Portalen schalten, dann prüfe doch einmal, ob diese Portale ihre Anzeigen für Google for Jobs aufbereiten.

So kannst Du vielleicht auch ein kleineres, regionales Stellenportal nutzen. Diese gibt es in fast jeder Region. Zusätzlich punkten diese mit niedrigeren Preisen als die großen, bekannten Portale. So werden deine Stellenanzeigen auch über Google for Jobs gefunden und Du kannst dir den ein oder anderen Euro sparen. Beispiele für diese Portale sind Rems-Murr-Jobs.de, regiojobs-bw.de oder mittelfrankenJOBS.de.

Google for Jobs mit WordPress

Drittanbieter sind dir zu teuer? Vielleicht hast Du auch keine Profile bei diesen Portalen, da sich dein Personalbedarf in Grenzen hält und dir die gesamte Verwaltung dieser Kanäle zu aufwendig ist? Dann solltest Du Stellen über deine Website indexieren lassen. Da Du ohnehin immer gepflegte Stellenanzeigen auf deiner Website haben solltest, kannst Du auch noch einen Schritt weiter gehen und diese so aufbereiten, dass Google for Jobs mit diesen arbeiten kann.

Nutzt Du für die Website deines Unternehmens das Content Management System (CMS) WordPress, dann habe ich eine gute Nachricht für dich! Du kannst für das Erstellen deiner Stellenanzeigen auf deiner Website einfach ein kostenloses Plugin für WordPress nutzen. Hierfür empfehle ich das Plugin Jobs for WordPress der Agentur BlueGlass. Hier werden alle wichtigen Informationen von dir abgefragt und anschließend eine Stellenanzeige erstellt. Diese beinhaltet dann alle für Google wichtigen Informationen in Form von sogenannten „strukturierten Daten“. Diese können dann einfach von Google verarbeitet werden und resultieren im Auftauchen deiner Stellenanzeigen in Google for Jobs.

Zunächst meldest Du dich also im Backend deiner WordPress-Installation an und gehst links auf den Reiter „Plugins“. Nachdem Du nun oben auf den Button „Installieren“ gedrückt hast, hast Du die Möglichkeit, mit der Suchfunktion nach dem Plugin „Jobs for WordPress“ zu suchen.

Nachdem Du das Plugin installiert und aktiviert hast, kannst du links im Reiter nach „Jobs“ suchen. Hier kannst Du deine Stellenanzeigen erstellen und alle relevanten Informationen hinzufügen.

Zuerst solltest Du alle übergreifenden Informationen festlegen. Unter dem Unterpunkt „Settings“ stellst Du also deinen Firmennamen, die Landeswährung und einige weitere Basiseinstellungen ein.

Glückwunsch, Du kannst nun deine erste Stellenanzeige mit WordPress erstellen!

Nach einem Klick auf „Add new position“ kannst Du mit der Erstellung beginnen. Wie Du siehst, ist die Erstellung einer Stellenanzeige mit diesem Plugin super einfach. Du füllst einfach nacheinander alle Felder der gebotenen Eingabemaske aus. Hierzu gehörten Angaben wie „Name der Stelle“, „Beschreibung“, „Anstellungsart“, „Ort der Tätigkeit und so weiter…

Achte bitte drauf, so viele Angaben wie möglich zu machen. Erstens gefällt Google das und Du kannst vielleicht mit einer besseren Position im Ranking punkten und zweitens füllt Google ohnehin fehlende Bestandteile selbst aus. Hierzu gehören zum Beispiel auch das Gehalt der ausgeschriebenen Stelle. Fehlen hier die Angaben, dann ermittelt Google über verschiedene Drittanbieter das wahrscheinliche Gehalt aus statistischen Daten und stellt dieses in der Stellenanzeige zur Verfügung.

Nach dem Fertigstellen der Anzeige kannst Du dieses Tool nutzen, um deine Anzeige auf Fehler zu prüfen. Hier wird es dir auch angezeigt, wenn Du wichtige Angaben nicht gemacht hast.

Selbstverständlich kannst Du auch Bilder und Videos in deinen Stellenanzeigen platzieren, um diese ein bisschen ansprechender zu gestalten!

Und da ist sie auch schon, deine erste Stellenanzeige auf deiner Website, welche von Google gecrawlt wird und damit in Form von Google for Jobs in der Suche erscheint.

Optisch solltest Du die Anzeigen noch ein wenig aufbereiten, da das Design im Standard noch ein wenig spartanisch wirkt. Vergebe hier am besten im Editor noch die CSS Klassen für die Überschriften. Nutze auch die Style-Einstellungen in den Plugin-Einstellungen, um das Design an deine Website anzupassen. Zum Beispiel könntest Du das Label der Jobposition ausblenden, sodass deine Anzeige mit der eigentlichen Stelle beginnt.

Vergiss nicht, die Erfolgsmeldung, die ein Bewerber nach dem Absenden einer Bewerbung erhält, zu verändern, da diese im Standard noch auf Englisch ist. Allgemein gibt es noch einige Teile des Plugins, welche nicht übersetzt sind. Ich denke aber, dass sich das mit zukünftigen Updates erledigen wird.

Prüfe auch mit deinem Datenschutzbeauftragten, wie eine rechtlich einwandfreie Nutzung der Bewerbungsfunktion mit diesem Plugin realisierbar ist. Ich kann und darf in diesem Bereich keine Rechtsberatung geben, allerdings sollte ein Vermerk zur Verarbeitung der Daten sowie ein Verweis zur Datenschutzerklärung im Formular zu finden sein.

Dieses Formular kannst Du selbst in den Plugin-Einstellungen anpassen, damit Du so schell wie möglich mit Bewerbungsgesprächen beginnen kannst.

In meinen Augen bietet das Plugin Jobs for WordPress die Möglichkeit, sehr einfach in Google for Jobs indexiert zu werden. Hierbei fallen praktisch keine Kosten zusätzlich an und da Du alle verfügbaren Stellen ohnehin auf deiner Website pflegen solltest, hast Du damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Google for Jobs mit anderen Websites

Solltest Du nicht WordPress nutzen, musst Du jetzt nicht gleich in Panik ausbrechen! Zwar bietet WordPress einige Vorteile, da hier Plugins genutzt werden können, um dir die Arbeit abzunehmen, das heißt allerdings nicht, dass es bei anderen Websites deutlich komplizierter wird.

Diese Plugins machen nämlich im Prinzip nichts anderes als eine bestimmte Anzahl an Variablen zu formatieren, sodass Google die Daten nutzen kann. Das nennt sich dann „strukturierte Daten“. Diese werden nach einem vorgegebenen Schema angelegt und auf deiner Website eingebunden. Hier ein Beispiel:

"hiringOrganization": {
    "@type": "Organization",
    "name": "Dein Unternehmensname",
    "sameAs": "https://Deine Website.de",
    "logo": "https://Link zu deinem Logo.de"

Wie Du vielleicht schon erkannt hast, muss man hier Daten in einem bestimmten Format auf deiner Stellenanzeigen-Seite hinterlegen und die Parameter passend ausfüllen. Hier stehen dann zum Beispiel statt der Platzhalter dein Firmenname, Website-URL und ein Link zu deinem Logo.

Diese Daten fügst Du nun also mit ein bisschen Code deiner Stellenanzeigen-Seite hinzu und prüfst anschließend mit dem Google-Tool für strukturierte Daten, ob alle Daten problemlos abgerufen werden können. Ist das der Fall, kannst Du davon ausgehen, dass deine Stellenanzeige demnächst bei Google for Jobs gefunden werden kann.

Den Code, welchen Du zur Einbettung der Daten benötigst, findest Du direkt hier bei Google. Oder Du kopierst einfach diesen Teil und fügst ihn direkt deiner Website hinzu. Denke bitte daran, die Platzhalter mit deinen relevanten Daten zu tauschen:

{
  "@context": "https://schema.org/",
  "@type": "JobPosting",
  "title": "Hier Stellenname hinzufügen",
  "description": "Hier Stellenbeschreibung hinzufügen",
  "identifier": {
    "@type": "PropertyValue",
    "name": "Dein Unternehmen",
    "value": "1234567"
  },
  "datePosted": "2019-08-19",
  "validThrough": "2019-10-15T00:00",
  "employmentType": "FULL_TIME",
  "hiringOrganization": {
    "@type": "Organization",
    "name": "Dein Unternehmensname",
    "sameAs": "https://Deine Website.de",
    "logo": "https://Link zu deinem Logo.de"
  },
  "jobLocation": {
    "@type": "Place",
    "address": {
      "@type": "PostalAddress",
      "streetAddress": "Deine Straße",
      "addressLocality": "Deine Stadt",
      "addressRegion": "Dein Bundesland",
      "postalCode": "Deine Postleitzahl",
      "addressCountry": "DE"
    }
  },
  "baseSalary": {
    "@type": "MonetaryAmount",
    "currency": "EUR",
    "value": {
      "@type": "QuantitativeValue",
      "value": Hier Stundenlohn z.B. "40.00" Angeben,
      "unitText": "HOUR"
    }
  }
}

Tatsächlich brauchst Du vor diesem Codeschnipsel keine Angst zu haben. Gehe einfach mit dieser Beschreibung jeden einzelnen Wert durch und trage die richtigen Daten ein. Anschließend prüfst Du die Funktion mit dem Google Test-Tool.

Diese Fehler gilt es zu vermeiden!

Wenn Du Google for Jobs richtig nutzen möchtest, solltest Du darauf achten, einige Fehlerquellen möglichst frühzeitig auszuschließen. Dazu gehört hauptsächlich, dass Du Google alle nötigen Daten in bester Qualität zur Verfügung stellst.

Achte deshalb darauf, dass deine Stellenanzeigen alle nötigen strukturierten Daten beinhalten. Dazu gehören folgende erforderliche Eigenschaften:

  • Veröffentlichungsdatum
  • Beschreibung
  • Angaben zum Unternehmen
  • Anschrift
  • Stellentitel
  • Bewerbungsfrist

Weitere freiwillige Angaben sorgen für eine vollständige Stellenanzeige und gegebenenfalls für ein besseres Ranking in der Suche:

  • Angaben zu Telearbeit
  • Gehaltsangaben
  • Anstellungsart

Ob Du alle Daten ordnungsgemäß eingetragen hast, kannst Du – wie oben bereits erwähnt – mit diesem Test-Tool prüfen. Achte darauf, dass keine Fehler angezeigt werden. Einige Warnungen, zum Beispiel das Fehlen von Gehaltsangaben können ignoriert werden. Wenn es keine Fehler gibt, sollte deine Anzeige von Google for Jobs verarbeitet werden können.

Stelle bitte auch unbedingt ein Logo deines Unternehmens zur Verfügung, da Du mit dem Logoplatzhalter von Google nur schlecht aus der Masse hervorstechen kannst.

Solltest Du bereits Stellen auf Google for Jobs haben, dann achte bitte darauf, das diese aktuell sind und immer von dir gepflegt werden, da sonst abgelaufene Stellen nicht mehr ausgegeben werden.

Solltest Du deine Stellenanzeigen über verschiedene Plattformen veröffentlichen, empfehle ich darauf zu achten, dass Du bei jeder Plattform exakt identische Angaben machst. Solltest Du zum Beispiel den Stellentitel „Kfz-Machniker (m/w/d)“ und einmal „Auto-Machniker (m/w/d)“ nutzen, könnte es sein, dass deine Stellen mehrfach als Dopplungen in Google for Jobs auftauchen. Das wirkt unprofessionell und könnte potentielle Bewerber verunsichern.

Fazit: Google for Jobs ist einfach zu nutzen!

Google for Jobs wird meines Erachtens früher oder später zum Haupt-Recherche-Werkzeug für Arbeitssuchende werden. Deshalb sollte jedes Unternehmen – aber vor allem die KMUs – Google for Jobs nutzen, um Personal zu gewinnen. KMUs können nämlich mit einer intelligenten Pflege ihres Stellenangebots auf ihrer Website sehr kostengünstig Stellenanzeigen publizieren. Ein Auftritt bei üblichen Online-Stellenportalen war in der Regel mit sehr hohen Kosten verbunden und wurde deshalb eher selten genutzt.

Die Veränderungen für Jobsuchende und Arbeitgeber sind eindeutig spürbar und äußern sich in einer höheren Transparenz des Arbeitsmarktes, da praktisch alle Stellenangebote auf einmal sichtbar werden und untereinander verglichen werden können. Für Unternehmen ergibt sich ein gewisser Arbeitsaufwand, allerdings können durch wenige Maßnahmen auch große Vorteile erreicht werden.

Eine Einbindung in WordPress oder andere Websites ist relativ einfach umsetzbar. Sprich einfach mit deinem Webentwickler oder versuche es selbst mit dem vorgestellten Plugin!

Wenn Du dann die wichtigsten Fehler vermeidest und auf vollständige Daten achtest, kannst Du wahrscheinlich schon bald mit den ersten Bewerbungen über Google for Jobs rechnen.

Nutzt Du bereits Google for Jobs oder hast Du weitere Fragen und Anregungen? Dann hinterlasse mir doch ein Kommentar!

Wenn Du mehr über Recruiting erfahren möchtest, dann schau doch mal bei diesem Blogbeitrag über Personalmarketing vorbei!

Jan Kreher JK Marketing

Hi ich bin Jan!

Ich zeige Dir, wie Du dein eigenes Marketing an den Start bringen kannst. Ob Personalmarketing, Produktmarketing, Branding oder einzelne Themen wie Green Marketing: ich versuche dir diese Themen so zu erklären, dass Du diese einfach selbst in deinem Unternehmen umsetzen kannst!