Instagram Recruiting | Mein Guide für dein Unternehmen 2019

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Mit über einer Milliarde monatlichen Nutzern weltweit gehört Instagram zu den größten Sozialen Netzwerken weltweit. Praktisch jeder kennt es und praktisch jeder nutzt es. Allein in Deutschland gibt es über 15 Millionen Nutzer, von denen die meisten eher zur jüngeren Zielgruppe gehören.

Instagram wird bereits von vielen Unternehmen erfolgreich genutzt, um das Unternehmen und dessen Produkte zu bewerben. Möchtest Du jedoch das gesamte Potenzial von Instagram nutzen, solltest Du das Social Media Netzwerk nicht nur für Produktmarketing, sondern auch für dein Recruiting nutzen.

Instagram ist zugegebenermaßen nicht das klassische Recruiting-Werkzeug, bietet aber auch genau deshalb viele Chancen. Warum also auch Du Recruiting mit Instagram machen solltest und auf was Du achten solltest, erfährst Du in den folgenden Kapiteln!

Warum Du Instagram für dein Recruiting nutzen solltest

Gerade weil Instagram keine klassische Recruiting-Plattform wie Stepstone oder Monster ist, solltest Du hier auf jeden Fall präsent sein. Das bietet dir nämlich die Chance, deine Zielgruppe deutlich zu vergrößern.

Du sprichst hier nämlich nicht nur die Personen an, die aktiv nach einem Job suchen, sondern auch Personen, die gerade nicht aktiv suchen. Das ist besonders interessant, wenn man sich den aktuellen Fachkräftemangel und den damit verbundenen “war for talent” (übersetzt: Krieg um Talente) vor Augen führt.

Die Zahl der Personen, welche aktiv nach einem Job suchen, ist bei der aktuellen “beinahe-Vollbeschäftigung” nämlich vergleichbar gering. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht mehr warten können, bis sich ein passender Bewerber von alleine meldet, stattdessen solltest Du selbst auf passende Kandidaten zugehen und dein Unternehmen präsentieren.

Instagram ist hierbei ein perfektes Werkzeug, um genau diese Zielgruppe erfolgreich zu erreichen, da Du hier über verschiedene Wege eine Beziehung zu Kandidaten aufbauen kannst, ohne dass Du aktiv mit ihnen in Verbindung treten musst. Das funktioniert, da diese Personen ohnehin auf Instagram unterwegs sind. Finden sie nun deinen Account können sie deine Beiträge einsehen, dein Unternehmen kennen lernen und sehen welche Kultur Du als Arbeitgeber zu bieten hast. So erreichst Du unterbewusst schon eine gewisse Bindung. Hast Du jetzt noch die Passende Stelle zur Verfügung dann hast Du gute Chancen auf eine neue Bewerbung, auch wenn diese Personen nicht aktiv auf Jobsuche waren.

Dabei gibt dir Instagram die Chance, dein Unternehmen so darzustellen, wie Du es möchtest. So kannst Du im Rahmen deiner eigenen Spielregeln auf einen riesigen Kandidatenpool zurückgreifen. Du hast also die Möglichkeit, potenziellen Bewerbern Einblicke in das Arbeitsleben in deinem Unternehmen zu geben, ohne dass diese auch nur einen Fuß in dein Unternehmen gesetzt haben.

Dabei eignet sich Instagram besonders gut, um Berufseinsteiger und jüngere Zielgruppen anzusprechen, da diese hier überdurchschnittlich stark vertreten sind. Bist Du also auf der Suche nach jungen Talenten? Dann versuch es doch einmal mit Instagram-Recruiting!

Insbesondere, wenn Du auf der Suche nach Talenten im Kreativbereich oder für Informatikberufe bist, hast Du auf Instagram gute Chancen, diese zu erreichen. Im Umkehrschluss heißt das jetzt nicht, dass Instagram sich nicht lohnt, wenn Du auf der Suche nach einem Tischler bist. Ganz im Gegenteil! Auch diese sind auf Instagram anzutreffen, da es hier nicht primär um Informatik oder Medien geht. Das ist übrigens ein weiterer Vorteil gegenüber klassischen Karriere-Netzwerken, auf denen man Personen mit handwerklichen Berufen nur selten begegnet.

Und jetzt kann es auch schon losgehen! Nachdem Du dir jetzt sicher bist, dass Du Instagram für das Recruiting in deinem Unternehmen nutzen möchtest, zeige ich dir in den folgenden Kapiteln, wie du das am besten machst.

Die Einrichtung deines Instagram-Accounts

Zuerst sollte das Ziel des Instagram-Accounts geklärt werden. Zwar geht es ja in diesem Guide um Recruiting, allerdings gibt es ja auch noch weitere Unternehmensziele, wie beispielsweise Produktmarketing, für die ein Instagram-Account genutzt werden kann. Große Unternehmen erstellen aus diesem Grund häufig mehr als einen Instagram-Account. Dabei wird dann ein Account für Produktmarketing genutzt und ein weiterer für Recruiting-Maßnahmen. Oft heißt dieser dann „Unternehmensname Karriere“.

Nun sollte also in deinem Unternehmen entschieden werden, ob mehrere Accounts Sinn machen. Gibt es vielleicht einen bestehenden Account, welcher ursprünglich für Produktmarketing gedacht war, aber ohnehin ein bisschen mehr Inhalt gebrauchen könnte, dann macht es vielleicht Sinn, diesen Account für beide Zwecke zu nutzen. Speziell, wenn Du in einem kleineren Unternehmen arbeitest, welches keine/n eigene/n Social-Media-Manager/in beschäftigt, ist es wahrscheinlich sinnvoll, wenn nicht unnötigerweise mehrere Accounts gepflegt werden müssen.

Sollte dein Unternehmen sehr groß sein und ein weiterer Instagram-Account kein Problem darstellen, empfehle ich die Version mit mehreren Accounts, da hier die gewünschte Nachricht zielgerichteter transportiert werden kann. Du kannst so den Link in der Biographie zum Beispiel direkt zur Karriere-Seite deiner Website leiten und musst nicht zur Startseite deines Unternehmens verlinken. Auch kannst Du den Content so aufbereiten, dass deine Werte im Bezug zu Employer-Branding perfekt transportiert werden, ohne dass Du zwischendrin Werbung für dein Produkt machen musst.

Hier empfiehlt es sich einfach, Rücksprache mit den jeweiligen Abteilungen zu halten, sofern es diese gibt. Oft macht es auch Sinn, Social-Media-Recruiting und Personalmarketing der Marketingabteilung zu überlassen, da hier Know-How und entsprechende Software für Bild- und Videobearbeitung ohnehin vorhanden ist.

Wenn diese Rahmenbedingungen geklärt sind, kannst Du damit beginnen, deinen Instagram-Account in ein wirkungsvolles Recruiting-Tool zu verwandeln.

Nachdem du dein kostenloses Business-Profil erstellt hast, solltest Du damit beginnen, dieses mit relevanten Daten aufbereiten, um Besuchern einen Überblick zu verschaffen, was sie hier erwartet.

Wichtig: Erstelle ein Business-Profil, so bekommst Du später (momentan ab 100 Abonnenten) Zugang zu Statistiken!

Der Name deines Instagram-Accounts

Wie Du dir wahrscheinlich bereits denken kannst, ist es wichtig, einen sinnvollen Namen für deinen Account zu wählen. Das gestaltet sich für Unternehmen eigentlich sehr einfach, da in der Regel entweder der Firmenname oder der Name des Produktes – also ein Markenname – genutzt werden sollte. Je nachdem, was in der Regel für die Außenkommunikation genutzt wird, benutzt Du auch diesen Namen für deinen Account.

Sollte dieser Account wirklich NUR für Recruiting genutzt werden, kannst Du gerne noch einen Zusatz wie „Unternehmensname Karriere“ oder „Arbeiten bei Unternehmensname” nutzen. Dadurch wissen Besucher direkt, was sie von diesem Instagram-Account erwarten können.

Die Profilbeschreibung oder „Bio“

Ebenso wie dein Profilname ist die Profilbeschreibung, auch „Bio“ genannt, wichtiger Bestandteil deines Instagram-Accounts. Die Bio gibt dem Besucher die Möglichkeit, mit wenigen Zeilen etwas über den Sinn und Zweck des Accounts zu erfahren. Hier sollte man wichtige Informationen über dein Unternehmen und die Arbeit in diesem erfahren.

Die Bio kann über “Profil bearbeiten” bearbeitet werden. Was Du unter “Steckbrief” einträgst, erscheint später als Profilbeschreibung. Erkläre mit kurzen Sätzen, was die Nutzer erwarten können, zum Beispiel „Blick hinter die die Kulissen bei Unternehmensname“ oder “Eindrücke aus dem Arbeitsleben bei Unternehmensname“. Lade die Besucher auch ein, dir eine Nachricht zu schreiben oder den Link in deiner Bio zu nutzen.

Den richtigen Link für die Profilbeschreibung wählen

Instagram bietet dir in der Standardversion, also ohne bezahlte Werbung, leider nur wenig Möglichkeiten, Besucher direkt auf deine Website weiterzuleiten. Eine gute Möglichkeit jedoch bietet der Link innerhalb deiner Profilbeschreibung. Hier kannst Du ebenfalls unter “Profil bearbeiten” unter der Kategorie “Website” einen Link zu einer Website deiner Wahl einbinden. Diesen Link solltest Du unbedingt zielführend nutzen. Am einfachsten ist es, als Ziel des Links die Karriere-Seite deiner Website zu hinterlegen (…natürlich nur, wenn der Account ausschließlich als Recruiting-Account genutzt werden soll!). Falls der Instagram-Account auch für Produktmarketing oder Branding genutzt wird müsste man als Kompromisse zum Beispiel die Startseite der Firmenwebsite nutzen.

Weitere Linkziele für dein Instagram-Recruiting könnten zum Beispiel die Übersicht der freien Stellen sein, eine spezielle Landingpage im Rahmen einer Personalmarketing-Kampagne oder eine Anmeldung zum Karriere-Newsletter deines Unternehmens.

Die wichtigste Regel für die Benutzung des Links ist, dass Du den Link zur jeder Zeit aktuell hältst. Solltest Du zum Beispiel zu einer Kampagnen-Landingpage verlinkt haben und diese Kampagne ist beendet, dann solltest Du auch den Link wieder austauschen. Alles andere wirkt auf Besucher unprofessionell.

Im Prinzip musst Du dir in Sachen Link-Ziel einfach nur im Klaren sein, was der nächste logische Schritt für deine Bewerber ist. Vielleicht eine Erklärung des Bewerbungsprozesses? Die Anmeldung zu einem Telefongespräch? Oder etwas ganz anderes? Schicke deine Besucher dort hin!

Sobald dein Kanal viele Abonnenten hat oder deine Marke oft gesucht wird kannst Du deinen Kanal verifizieren (… das erkennt man daran, dass hinter dem Profilname ein blaues Symbol mit Haken erscheint…), Dann kannst Du auch innerhalb deiner Instagram-Storys einen Link hinterlegen, welcher mit einem „Nach oben wischen“ aufgerufen werden kann. Das gibt dir dann die Chance, deutlich mehr Links zu nutzen, um einzelne Kampagnen beispielsweise zu verschiedenen Berufen zu machen und direkt zu den einzelnen Stellenanzeigen weiter zu verlinken.

Content für dein Instagram-Recruiting

Du hast nun alle wichtigen Informationen in deinem Profil eingepflegt? Du hast eine aussagekräftige Profilbeschreibung gewählt und dir Gedanken gemacht, wofür du den Link in der Bio nutzen möchtest? Super! Dann hast Du den Grundstein für erfolgreiches Instagram-Recruiting gelegt!

Nun kannst Du beginnen, Content für deinen Kanal zu erstellen. Das Wort “Content” bedeutet übrigens nichts anderes, als “Inhalte” und Inhalte sind bei Instagram in der Regel Bilder und Videos. Diese Bilder und Videos können im Wesentlichen auf zwei unterschiedliche Arten veröffentlicht werden. Zum einen als Post, welcher dann dauerhaft auf deinem Profil angeschaut werden kann, zum anderen als Story, welche nur einen Tag (…also 24 Stunden…) angeschaut werden kann. Wo genau der Unterschied liegt und für welche Art von Content sich welche Inhalte eignen, klären wir später, jetzt gilt es erst einmal, die Rahmenbedingungen für deinen Content zu klären.

Du solltest zunächst damit beginnen, verschiedene Ideen für Content zu sammeln. Dabei würde ich empfehlen, dass Du dir einige Formate einfallen lässt, welche dann in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Ein Beispiel wären wöchentliche Portraits von Mitarbeitern. In der Beschreibung erklären die Mitarbeiter dann ihre genaue Tätigkeit und was das Arbeiten in deinem Unternehmen ausmacht. Vielleicht gibt es auch eine Videoreihe, in der Mitarbeiter einen Tag lang bei ihrem Alltag begleitet werden. Auch könnte man ein Tutorial machen, wie die perfekte Bewerbung für dein Unternehmen aussehen sollte und, und, und. Wenn dir das Ideen-Sammeln schwer fällt, dann schau doch mal bei anderen Kanälen vorbei und lasse dich dort inspirieren.

Wenn Du genügend Ideen gesammelt hast, dann solltest Du dir überlegen, in welchem Zeitraum Du diese Inhalte erstellen und veröffentlichen kannst. Ich empfehle dir zunächst mit einem Post pro Tag zu beginnen und die Frequenz dann langsam zu steigern. Achte auf die Reaktionen deiner Abonnenten und passe die Frequenz an, bis Du ein gutes Gefühl für die Frequenz bekommst. Wirf hierzu einen Blick in die Statistiken deines Instagram-Accounts.

Damit Du den Überblick nicht verlierst, solltest Du dir einen „Redaktionsplan“ erstellen. Keine Sorge, hier geht es nicht darum, sämtliche Details professionell aufzubereiten und zu planen, stattdessen solltest Du dir nur einen Kalender oder eine Excel-Liste erstellen, wo Du notierst, an welchen Tagen was gepostet wird.

Und genau hier kommen wieder die verschiedenen Formate ins Spiel. Diese kannst Du einfach auf die Wochentage verteilen. So könnte zum Beispiel immer Montags ein Mitarbeiter-Portrait gepostet werden, immer dienstags ein Bild von einer aktuellen Baustelle oder einem Kundenprojekt, Mittwochs gibt es dann mehrere Storys, die einen Mitarbeiter beim Alltag begleiten…

Hier habe ich dir mal ein Beispiel, wie ein solcher „Redaktionsplan“ aussehen kann, gerne darfst Du diesen für deinen Start nutzen:

Beispiel eines Redaktionsplans
KW13KW14KW15KW16
MontagMitarbeiter Foto + Text „Warum arbeitest du hier“: KaiVideo „Mitarbeiter zeigen ihren Arbeitsplatz“: MichaelMitarbeiter Foto + Text „Warum arbeitest du hier“: ElenaVideo „Mitarbeiter zeigen ihren Arbeitsplatz“: Sabrina
DienstagInfografik „Bewerbungsprozess bei uns“Beitrag + Storys von der BerufsmesseInfografik „Duales Studium bei uns“Beitrag + Storys von der Berufsmesse
MittwochMitarbeiter Takeover: MaxMitarbeiter Takeover: JanMitarbeiter Takeover: SteffiMitarbeiter Takeover: Alex
DonnerstagVideo „Was macht eigentlich ein Bürokaufmann/frau“Video: „3 Fragen an unsere Azubis“: MaikeVideo „Was macht eigentlich ein Chef“Video: „3 Fragen an unsere Azubis“: Hannes
FreitagFoto „10 Gründe bei uns zu arbeiten“Video „Schade Wochenende“Beitrag + Storys vom Tag der offenen TürVideo „Trailer zum neuen Imagefilm“

Hier noch ein paar Grundsätze, die Du beim Erstellen deines Contents beachten solltest:

Achte auf ein einheitliches Design. Deine Abonnenten sollten deinen Content direkt erkennen. Nutze deshalb immer ein Design, welches der CI (Corporate Identity) deines Unternehmens entspricht und welches sich für deinen Content eignet. Nutze – wenn möglich – immer die gleichen Farben, Formen und Schriften. Achte darauf, dass deine Texte einem bestimmten festgelegten Stil entsprechen. Entscheide dich zum Beispiel für eine Ansprache der Nutzer mit „Du“ und behalte diese in allen Post und Videos bei.

Bleibe authentisch. Du solltest nicht versuchen, dein Unternehmen anders darzustellen als es der Wirklichkeit entspricht. Das sorgt im schlimmsten Fall nur für eine große Enttäuschung für potentielle Bewerber. Stattdessen sollte dein Verhalten im Social-Media-Recruiting dem deiner Firma entsprechen. Wenn ihr also eher der Typ witziger Handwerker seid, dann zeigt das auch im Netz, es gibt keinen Grund für gespielt Seriosität. Das gilt auch anders herum! Arbeitest Du in einem sehr seriösen Feld wie dem Bankwesen, dann bist Du auch nicht gezwungen, erfundenen witzigen Content zu schaffen, stattdessen solltest Du versuchen, auf authentische Weise deine Nutzer zu informieren und zu unterhalten.

Wenn Du eine kreative, visuelle Plattform wie Instagram für dein Recruiting nutzen möchtest, solltest Du besonders kreativ sein. Nutzer bekommen hier eine Menge aufregenden Content, welcher sehr gut aufbereitet wurde. Da ist die Konkurrenz um Aufmerksamkeit schon recht hoch. Es reicht hier zum Beispiel nicht, einmal am Tag ein Bild einer Stellenanzeige zu posten. Das ist zwar informativ, aber mit Sicherheit noch kein Grund, sich für ein Unternehmen zu interessieren. Bekommt man stattdessen beispielsweise eine Videoeinladung zum Bewerbungsgespräch in seiner Instagram-Timeline, dann könnte dies das Interesse des Bewerbers deutlich steigern. Kreativität ist also Gold wert. Lasse dir etwas Gutes einfallen und überlege dir, welche Werte Du damit transportieren möchtest!

Tipp: Verzichte auf Standardfloskeln wie „Junges, dynamisches Team sucht“ und nutze stattdessen kreative Ansprachen wie „Dach sucht Dachdecker“, „Heute schon ein Haus designed?“ etc.

Posts für dein Instagram-Recruiting

Post sind, wie bereits erklärt, einfache Beiträge, welche im unteren Teil deines Profils in Rasterform angezeigt werden. Diese Posts bleiben auf deinem Profil, bis Du sie löscht und können von Besuchern zur jeder Zeit angesehen werden. Posts sind beim Instagram-Recruiting dein täglich Brot, da Du mit ihnen auch neuen Besuchern viel über dein Unternehmen vermitteln kannst und diese im Vergleich zu den Storys keine ständige Aktualisierung benötigen.

Hier postest Du nach deinem Redaktionsplan regelmäßig Bilder und Videos bis zu 60 Sekunden, welchen deinen einzelnen Formaten entsprechen. Ich würde dir empfehlen, dass Du mit dem regelmäßigen Veröffentlichen von Posts beginnst und anschließend die Storys hinzufügst. Gerade zu Beginn wird dein Profil ohne Posts etwas leer aussehen.

Tipp: Nutze Karussell-Posts, um mehrere Bilder zu platzieren (…das erste Bild sollte zum Swipen motivieren!).

Wichtig bei deinen Posts ist, dass sie visuell sehr ansprechend und von hoher Qualität sind, da Du entweder in der Timeline deiner Nutzer oder im Entdecken-Reiter auffallen möchtest. Qualität spielt bei deinen Posts eine größere Rolle als bei den Storys, da diese auch den Gesamteindruck deines Accounts beeinflussen. Nutze deshalb nur gutes Material (Kamerafotos) und wende am besten eine professionelle Entwicklung und Bildbearbeitung auf die Fotos an. Nutzer merken schnell, wenn Du dir für deinen Content keine Mühe gibst, das Resultat: keine Abonnenten. Niemand möchte deinem Kanal folgen, wenn hier kein guter Content zu erwarten ist.

Auch wenn es bei Instagram immer um Bilder oder Videos geht, solltest du alle Register ziehen und zusätzlich spannende Texte in die Bildunterschrift schreiben. Viele Instagram-Nutzer verschenken hier wertvolles Potential, geben sich extrem viel Mühe beim Erstellen der Fotos oder Grafiken und schreiben dann nur einen Satz unter den Post, einfach nur damit dort etwas steht. Stattdessen solltest Du mit den Bildern und Videos die Aufmerksamkeit auf dich ziehen und die Nutzer anschließend mit spannenden Texten und Beiträgen für dich gewinnen! Schreibe deshalb zu jedem Beitrag einen interessanten, informativen Text und füge zum Schluss (oder zu Beginn) einen CTA (call to action) hinzu, hier forderst Du Nutzer zur Handlung auf!

Beispiele für CTAs (Call to Actions): “Stellenanzeigen durchsuchen!”, “Jetzt Bewerben!”, “Markiere einen Freund, der sich bewerben soll!”.

Content, welcher sich besonders gut für Posts eignet, sind: Portraits, Fotos von der Arbeitsstätte, kurze Videointerviews, Infografiken, Berichte von Azubis und dualen Studenten, Fotos von Teamevents etc.
Die Grundregel lautet: alles, was von Dauer ist, kann ein Post werden. Deshalb solltest Du auch hier nicht unbedingt eine Stellenanzeige posten, es sei denn, Du suchst regelmäßig Personen für diese Position.

Auch solltest Du dir regelmäßig die Frage stellen, ob deine aktuell geplanten Posts auch dem Ziel deines Accounts entsprechen. Im stressigen Alltag kann es schon mal passieren, dass man Dinge einfach tut, ohne diese regelmäßig zu hinterfragen. Damit das nicht passiert, stelle dir einfach regelmäßig die beiden folgenden Fragen:

Vermittelt dieser Beitrag die Werte und Botschaft, welche man zukünftigen Bewerbern senden möchte?

Ist der Beitrag authentisch und sorgt dafür, dass Bewerbern ein gutes und realistisches Bild deines Unternehmens vermittelt wird?

Tipp: Nutze den Geotag (…”Ort hinzufügen” bei der Erstellung eines Beitrags…), um in der lokalen Suche zu erscheinen. Das erhöht deine Reichweite und Nutzer lernen dein Unternehmen besser kennen.

Storys für dein Instagram-Recruiting

Storys geben dir die Möglichkeit, deinen Besuchern absolut aktuellen Content zu zeigen, der jeden Tag frisch aufbereitet werden kann. Das macht Storys zu einem spannenden Tool in der täglichen Kommunikation, da deine Storys in der Regel nur 24 Stunden verfügbar sein werden und Du so täglich neue Dinge versuchen kannst. Eine Ausnahme von der 24-Stunden-Regel bilden die Story Highlights, aber dazu später mehr.

Zunächst die Hard Facts: Storys können ebenfalls Bilder und Videos sein. Dabei werden die Bilder dem User bis zu 5 Sekunden angezeigt, Videos haben eine Höchstdauer von 15 Sekunden.

Personen, welche dich abonniert haben, finden deine Storys am oberen Rand der Instagram App. Dort werden Storys durch einen bunten Rahmen um dein Profilbild dargestellt. Das ist auch schon der erste Grund, warum Du Storys machen solltest. Dadurch zeigst Du nämlich Nutzern direkt, dass dein Account aktuell ist und regelmäßig gepflegt wird. Ist das nicht der Fall, dann gibt es auch keinen Grund, diesen zu abonnieren.

Content, welcher sich durch die Veröffentlichung als Story eignet, ist dabei alles, was eine gewisse Aktualität hat oder spontan kommuniziert wird. Dazu gehören zum Beispiel Stellenanzeigen, Bilder und Videos von (Mitarbeiter-)Events, Messen, Dokumentationen des Arbeitsalltags und Mitarbeiter-Takeovers.

Was die Qualität von Storys angeht, scheiden sich die Geister. Manchmal heißt es: „Qualität spielt keine Rolle, da nur dokumentiert wird“. Andere dagegen legen großen Wert auf kreative und durchgestylte Storys. Ich würde sagen: es kommt darauf an! Je nach Format würde ich darüber nachdenken, wie viel Qualität wirklich Sinn macht.

Eine Stellenanzeige wird unter Umständen öfter gepostet, bis die Stelle besetzt wird. Auch möchtest Du hier ganz besonders viel Aufmerksamkeit erzeugen, da es ja dein Hauptziel ist, diese Stellen zu besetzen, während andere Inhalte eher dem Branding dienen. Deshalb solltest Du dir auch bei deinen Stellenanzeigen besonders viel Mühe geben. Unter keinen Umständen machst du einfach ein Foto einer ausgedruckten Stellenanzeige und lädst dieses in einer Story hoch. Stattdessen solltest du dir ein Layout überlegen, welches sich für die Nutzung in Instagram Storys eignet. Hier designst du dann in einem Programm wie Photoshop oder Illustrator eine gut aufbereitete Grafik mit den relevantesten Inhalten und einem CTA.

Möchtest Du dagegen ein Firmenevent in Form von einzelnen Bildern und Videos für deine Abonnenten dokumentieren, spricht nichts dagegen, einfach mal die Handykamera drauf zu halten. Dadurch bekommst Du in der Regel sehr sympathisches und authentisches Material für deinen Instagram-Account.

Einige Creator treiben das Erstellen von Instagram-Storys auf die Spitze: hier werden mit Profikameras Videos im Hochformat gefilmt und anschließend aufwendig geschnitten. Das bedeutet zwar viel Aufwand, überzeugt aber auch User mit einer unüblich-hohen Qualität.
Im Tagesgeschäft ist das wahrscheinlich dauerhaft schwer umzusetzen, allerdings könnte es für verschiedene Story-Highlights interessant sein!

Story-Highlights für dein Instagram-Recruiting

Story-Highlights sind im Wesentlichen nichts anderes als normale Instagram-Storys mit einem kleinen Unterschied: sie werden nicht nach 24 Stunden gelöscht, stattdessen können deine Besucher diese zu jeder Zeit in deinem Profil aufrufen.

Story-Highlights können deinem Instagram-Account zu einem sehr professionellen Erscheinungsbild verhelfen und verdienen daher ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Qualität. Deine Story-Highlights werden Besuchern deines Profils oben in einer sehr guten Position angezeigt. Dort helfen sie dir, aktuelle und wichtige Informationen auf einen Blick zu kommunizieren. Deine Story-Highlights sollten dabei in verschiedene Gruppen gegliedert werden und mit einem passenden Titel und Titelbild versehen werden.

Diese Gruppen können zum Beispiel Stellenanzeigen, Zusatzleistungen, Bewerbungsprozess, Arbeiten bei uns, Bewerbungstipps, FAQ usw. sein. Wie Du siehst, kannst du hier wichtige Fragen auf einen Blick beantworten. Dazu gehören: welche Stellen sind aktuell frei? Was bietet dein Unternehmen Angestellten? Wie bewerbe ich mich? Wie sind die Arbeitsbedingungen? Was muss ich bei der Bewerbung beachten?
Überlege dir deshalb, welche Fragen Bewerber während dem Bewerbungsprozess haben könnten und versuche diese grafisch gut aufbereitet und informativ in deinen Story-Highlights zu vermitteln.

Tipp: Vergesse nie den CTA!

Wenn es um Story-Highlights geht, sollte dir bewusst sein, dass diese wie deine Posts zum dauerhaften Erscheinungsbild deines Accounts gehören, deshalb solltest Du dir besonders viel Mühe beim Erstellen der Materialien geben. Vielleicht benutzt Du zum Filmen eine richtige Kamera, schneidest und bearbeitest das Material, benutzt ein Mikrofon für bessere Audioqualität und gibst dir bei der Gestaltung viel Mühe.

Hashtags für organischen Wachstum

Hashtags sorgen nicht nur dafür, dass dich Personen abonnieren, die Du garnicht kennst, sie sorgen bei richtiger Nutzung auch dafür, dass Du deine Zielgruppe möglichst genau erreichst.

Benutzer können auf Instagram auf einen Hashtag klicken oder direkt danach suchen, anschließend werden Beiträge angezeigt, welche diesen Hashtag nutzen. So hast Du die Chance, deine Zielgruppe via Hashtag zu erreichen.

Um deine Zielgruppe möglichst zielgerichtet zu erreichen, gibt es einige Tipps bei der Nutzung von Hashtags beim Instagram-Recruiting.

Denke wie deine Zielgruppe:
Um deine Zielgruppe zu erreichen, solltest Du dir Gedanken machen, welche Hashtags von ihr am meisten genutzt werden. Diese Hashtags solltest Du dann auch verwenden, um auf dem Radar deiner Zielgruppe zu erscheinen.

Hier ein Beispiel wie Du Hashtags nutzen kannst:

Beispiele für job-relevante Hashtags
Hashtags
Webdesigner/innen#webdesign, #html, #css, #programmieren
Handwerker/innen#dashandwerk, #schreiner, #baustelle, #bodenleger, #mechaniker
Gärtner/innen#landschaftsgärtner, #landschaftsgärtnerin, #gartenarbeit, #landschaftspflege, #floristik #blumenstrauß

Diese Hashtags werden von der Zielgruppe selbst verwendet und auch gesucht, nutze diese Chance!

Weniger ist mehr! Konzentriere dich auf die wichtigsten, relevantesten Hashtags! Das Ziel deines Instagram-Recruitings ist schließlich das Besetzen von Stellen. Hierbei hast du nichts davon, wenn Du Personen erreichst, welche für dein Unternehmen nicht relevant sind. Ein Instagram-Account mit 1.000 Abonnenten, welcher Stellen besetzt, ist besser als ein Instagram-Account mit 10.000 Abonnenten, welcher das nicht schafft. Ähnlich verhält es sich mit der Auswahl deiner Hashtags: nutze hier lieber 10 wirklich relevante, anstatt 20 allgemeine Hashtags, welche unter jedes Bild passen würden. Bedenke auch, dass die Hashtags deiner Zielgruppe vielleicht englischsprachig sein könnten.

Jetzt beginnt für dich die Arbeit: recherchiere für jede relevante Berufsgruppe eine Liste mit den relevantesten Hashtags. Achte dabei nicht nur auf die Anzahl der Beiträge, sondern auch auf die Personen, welche diese nutzen. Auch solltest Du Kollegen aus den jeweiligen Abteilungen fragen, welche Hashtags relevant sein könnten. Gibst Du diese nun in der Instagram-Suche ein, bekommst Du auch weitere Vorschläge, welche relevant sein könnten. Nutze dieses Feature, um deine Auflistung zu vervollständigen.

Wenn Du besonders kreativ sein möchtest, hast Du die Möglichkeit, deine Hashtags nicht wie üblich in einer Liste unter dem Beitrag zu schreiben, sondern diese in den Text deines Beitrags einzuarbeiten. Dadurch wirkt die Nutzung der Hashtags natürlicher und deine Beiträge wirken schöner gestaltet. Vielleicht möchtest Du auch einen eigenen Hashtag erfinden oder zum Beispiel den Namen deines Unternehmens als Hashtag nutzen. Sucht ein Nutzer dann nach deinem Unternehmensnamen, steigt die Chance, dass er deinen Instagram-Account findet.

Instagram-Recruiting mit bezahlter Werbung

Natürlich kannst Du auch bei Instagram deine Arbeit mit dem Einsatz eines Werbebudgets unterstützen. Du kannst verschiedene Arten von Werbeeinblendungen platzieren, welche dir nicht nur Bewerbungen, sondern auch langfristige Follower bringen können. Das bezahlte Recruiting auf Instagram ist im Verhältnis zu anderen Maßnahmen wie Stellenanzeigen in Onlineportalen relativ günstig. Allerdings brauchst Du hier im Voraus einen längeren Atem.

Du musst bedenken, dass Personen auf Instagram jetzt gerade nicht mit einer Recruiting-Werbung rechnen. Befinden sich die Personen dagegen auf einem Stellenportal, kann man davon ausgehen, dass diese Personen mehr Interesse an einem Jobangebot haben. Aber genau hier ist auch der große Vorteil von Instagram. Wie bereits erwähnt, kommst Du hier auch an Personen heran, welche zur Zeit zwar nicht aktiv an einen beruflichen Wechsel denken, aber bei dem richtigen Angebot vielleicht darüber nachdenken.

Lass dich also nicht entmutigen, wenn die ersten Resultate etwas auf sich warten lassen, stattdessen solltest Du verschiedene Anzeigen testen und herausfinden, was für dich und dein Unternehmen am besten funktioniert.

Da Instagram zu Facebook gehört, kannst du deine Anzeigen einfach im Facebook-Werbeanzeigenmanager erstellen. Von dort aus kannst Du deine Anzeigen je nach Präferenz in beiden Netzwerken oder einzeln ausspielen lassen. Optional kannst du auch einzelne, bereits bestehende Posts direkt bei Instagram gegen Bezahlung hervorheben.
Anschließend definierst Du deine Zielgruppe anhand von Standort, Alter, Geschlecht, Sprache, Verhalten, Interessen und vielen weiteren Parametern. Hier kannst Du zum Beispiel bekannte Instagram-Profile angeben, welchen deine Zielgruppe wahrscheinlich folgt.

Tipp: Versuche verschiedene Zielgruppen-Kombinationen mit verschiedenen Anzeigen!

Wie bereits erwähnt, halten sich die Kosten von Instagram-Werbeanzeigen im Rahmen. Bereits ab 5 Euro am Tag können hier Anzeigen geschalten werden. Dabei bezahlt man entweder nach Klick auf die Anzeige (ca. 50 Cent bis 1 Euro) oder nach 1.000 Impressionen (…die Anzeige wurde 1.000 mal angezeigt…) (ca. 5 Euro). Falls Du Interaktionen mit deinen Anzeigen hervorrufen möchtest, kannst Du auch nach Interaktionen wie Kommentare oder Likes bezahlen.

Bezahlte Werbeformate gibt es auf Instagram im Wesentlichen zwei unterschiedliche, welche sich für Recruiting eignen. Zum einen Sponsored Posts (Bilder, Videos und Karussell) und zum anderen Story Ads. Diese kannst Du auf verschiedene Zielgruppen ausrichten und damit auch Personen erreichen, welche dir nicht aktiv folgen. Im Folgenden zeige ich dir für beide Arten ein Beispiel. Bedenke allerdings, dass deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Sponsored Posts sind das bezahlte Pendant zu deinen Posts. Diese tauchen dann nach dem Veröffentlichen beim Nutzer in der Timeline auf, wenn dieser deiner gewählten Zielgruppe entspricht. Bei den Sponsored Posts kannst Du im Prinzip aus drei Kategorien wählen: einem einzelnen Foto, einem Karussell (…mehrere Fotos hintereinander…) oder einem Video. Überlege dir hierbei, welche Methode für deine Nachricht wohl am besten geeignet ist und was das Ziel deiner Kampagne ist.

Ich selbst empfehle bei Sponsored Posts eine möglichst auffällige Bildsprache und hohe Qualität. Am besten bietest Du deinen Nutzern hier einen Mehrwert, statt eine einfache Stellenanzeige zu platzieren:

Suchst Du zum Beispiel nach Grafikdesignern, könntest Du einen Beitrag erstellen mit dem Titel “5 Tipps zum stressfreien Abwickeln von Grafikdesign-Projekten”. Anschließend nutzt Du einen CTA (Call-To-Action) mit dem Text: “Lust auf stressfreie Projekte? Dann besuche unser Instagram-Profil!”. Dort kann der Besucher dann in Ruhe dein Unternehmen kennen lernen. Hierbei helfen deine bestehenden Beiträge und Storys, um einen guten Eindruck zu vermitteln.

Wie Du merkst, wird die Zielgruppe bei diesem Beispiel nicht direkt zur Bewerbung aufgefordert, stattdessen gewinnst Du neue Follower und vielleicht auch zukünftige Bewerber. Es könnte ja beispielsweise sein, dass sich jemand sehr für dein Unternehmen interessiert, allerdings noch keine passende Stelle vakant ist. Dieser könnte dann später eine passende Stelle bei dir finden.

Story Ads

Wie Du dir bereits denken kannst, sind Story Ads nichts anderes als Storys, welche an vordefinierte Zielgruppen ausgespielt werden. Du genießt hier einen Vorteil, welcher sonst nur großen Accounts gewährt wird. Du kannst hier nämlich einen direkten Link einbinden, welchen die Nutzer mit einem “Swipe Up” (… “Nach-oben-wischen”…) aufrufen können.

Story Ads werden im Instagram-Recruiting in der Regel dafür genutzt, um die Zielgruppe direkt auf eine Stellenanzeige auf der eigenen Website weiterzuleiten. Hast Du keine eigene Website, kannst Du hier nachlesen, wie Du schnell und zielgerichtet zur eigenen Website kommst!

Genau wie bei dem Sponsored Posts solltest Du darauf achten, hier schöne Grafiken mit Animationen zu verwenden oder ansprechende Videos zu nutzen. Damit hast Du gute Chancen, deine Zielgruppe schnell zu überzeugen.

Bedenke, dass hier die Arbeit nicht zu Ende ist, wenn deine Besucher nach oben wischen. Achte darauf, dass deine Landingpage (…Zielseite deiner Website…) bestens auf deine Besucher vorbereitet ist und beachte dabei folgende Regeln:

Regeln für Landingpages

  1. Deine Website muss mobil optimiert sein! Instagram wird fast ausschließlich auf Smartphones genutzt. Gelangen deine Interessenten dann mit einem Klick auf deine Anzeige auf eine Website, welche sich vom Handy aus praktisch nicht bedienen lässt, werden sie direkt das Interesse verlieren und sich nicht bewerben.
  2. Deine Landingpage muss möglichst spezifisch sein. Schaltest Du Instagram-Anzeigen, weil Du einen Industriemechaniker suchst, sollte der Link Interessenten auf genau diese Stellenbeschreibung schicken. Die nächste mögliche Ebene wäre – je nach Seiten-Struktur – die Karriere-Startseite. Bitte vermeide es, potenzielle Bewerber auf deine Website-Startseite zu schicken. Dort müssten Bewerber erneut die Stelle suchen und verlieren das Interesse.
  3. Biete eine direkte Interaktionsmöglichkeit. Bewerber sollten viele nützliche Informationen wie Zusatzleistungen und Anforderungen auf deiner Landingpage finden. Den Abschluss solltest Du hier mit einem einfachen Kontaktformular machen, welches sich auch vom Handy gut ausfüllen lässt. Vielleicht verzichtest Du hier bewusst auf den Upload eines Anschreibens oder Lebenslaufs, denn sind wir mal ehrlich: wer hat denn immer ein Anschreiben und einen Lebenslauf auf dem Handy, wenn man zufällig über ein interessantes Jobangebot stolpert? Stattdessen könntest Du nach dem Ausfüllen des Kontaktformulars ja eine Erinnerungsmail für später zur Verfügung stellen.
  4. Beginne die Landigpage mit positiven Inhalten. Präsentiere zum Beispiel als erstes “7 Gründe bei uns zu arbeiten”, damit gelingt der erste Eindruck direkt!

No-Go’s bei Instagram

Bei der Nutzung von Instagram gibt es einige No-Go’s, welche Du beachten solltest, um nicht unprofessionell zu wirken oder Potential zu verschenken. Diese Fehler beziehen sich zwar auf die allgemeine Nutzung von Instagram, sind aber ebenso beim Nutzen von Instagram fürs Recruiting relevant.

Fehler 1: Unregelmäßigkeit

Social-Media-Recruiting funktioniert nur, wenn Du regelmäßig daran arbeitest. Ich sehe oft, dass zu Beginn viel Motivation im Bereich Social-Media vorhanden ist. Wenn dann allerdings nach kurzer Zeit die Ergebnisse ausbleiben, sinkt die Motivation sehr schnell und damit auch die Qualität und Investitionsbereitschaft. Die Folgen sind weniger Content, unregelmäßiges Posten, schlechtere Qualität. Social Media ist speziell für kleine Unternehmen eher wie ein Marathon, meistens bleiben die wirklichen Erfolge in den ersten Monaten aus. Hier wird nur viel investiert. Schafft man es aber über diese Monate hinaus, lernt seine Zielgruppen kennen und arbeitet mit viel Leidenschaft an seinen Ideen, können selbst für kleine Unternehmen große Erfolge im Recruiting erreicht werden.

Fehler 2: Follower kaufen

Viele Unternehmen werden von Zahlen getrieben. Das hört dann auch leider beim Social-Media-Auftritt nicht auf. Deshalb greifen einige Unternehmen zu gekauften Followern, um den eigenen Instagram-Auftritt ein wenig aufzuhübschen und erfolgreich wirken zu lassen. Das wirkt im ersten Moment zwar ganz nett, weil man so Statistiken schnell aufpolieren kann, allerdings bieten diese Follower keinerlei Mehrwert für dein Recruiting!

Gekaufte Follower interagieren praktisch nicht mit deinem Unternehmen oder deinen Inhalten. Weder werden deine Posts kommentiert, geliked noch gespeichert. Aber dabei werden genau diese Interaktionen von Instagram als besonders wertvoll angesehen. Hast Du nun viele Follower, aber kaum Likes und Kommentare auf deiner Seite, führt das zu einer schlechten Interaktionsrate. Diese setzt sich nämlich aus deiner Followerzahl und deren Interaktionen zusammen. Diese Interaktionsrate ist für den Instagram-Algorythmus eine der wichtigsten Kennzahlen und kriegsentscheidend beim organischen Ranking.

Hast Du also Follower gekauft, wird sich auf deinem Account nichts verändern außer diese eine Zahl oben auf deinem Profil und davon hat wirklich niemand etwas. Stattdessen solltest Du dir eine gut-durchdachte Strategie zurechtlegen, gute Ideen umsetzen und damit genau deine Zielgruppe erreichen. So bekommst Du dann auch Follower, welche sich für deine Inhalte interessieren. Die Folge ist eine Interaktionsrate, welche dich voran bringt!

Fehler 3: Kommunikation
Im Gegensatz zu TV-Werbung oder Plakaten hat Instagram einen sehr großen Vorteil, die Nutzer interagieren mit deinen Inhalten und bieten dir direktes Feedback zu deiner Arbeit. Dieses Feedback zu ignorieren und Instagram nur eindimensional zu nutzen, ist einer der weitverbreitetsten Fehler. Immer wieder sehe ich, dass große Instagram-Accounts oder Firmen nicht auf Kommentare reagieren. Hier wird dann einfach ein Redaktionsplan abgearbeitet, welcher das Antworten auf Fragen nicht berücksichtigt. Dieses Verhalten bringt mehrere Nachteile mit sich.

Zum einen fühlen sich deine Besucher nicht ernst genommen. Stellen diese zum Beispiel Fragen zum Bewerbungsprozess und bekommen keine Antwort, könntest Du riskieren, dass dich von diesen Besuchern niemals eine Bewerbung erreichen wird. Dabei wirkt das nicht nur negativ auf die Person, die den Kommentar verfasst hat, sondern auch auf alle weiteren Personen, welche deine Beiträge und Kommentare einsehen. Zum anderen verpasst Du die Chance, deine Inhalte in der Zukunft zu verbessern und dazu zu lernen. Achtest Du nämlich genau auf die Reaktionen deiner Follower, bekommst Du sehr schnell ein Gefühl, was bei deiner Zielgruppe besonders gut ankommt und was nicht. Das hilft die in der Zukunft genau die Inhalte zu erstellen, die dir und deiner Zielgruppe nutzen. Stellen zum Beispiel viele Follower Fragen zum Bewerbungsprozess, dann erstelle doch ein Story-Highlight, welches diesen genau erklärt.

Prüfe deine Instagram-Insights!

Mit der Nutzung eines Businessprofils hast Du die Möglichkeit, Statistiken in deinem Instagram-Account einzusehen. Diese ermöglichen dir eine Erfolgskontrolle und die Chance zu lernen, was besonders gut bei deinem Publikum ankommt.

Zunächst bieten die Insights dir die Chance, deine Abonnenten kennen zu lernen. Hier erfährst Du, von wo deine Abonnenten kommen, welches Alter deine Abonnenten haben und welche Geschlechter wie stark vertreten sind. Zudem erhältst Du Statistiken über das Wachstum deines Accounts, die Interaktion deiner Zielgruppe mit deinen Inhalten und welche Reichweite deine Posts haben.

Schaue deshalb regelmäßig in die Insights deines Instagram-Accounts, um zu lernen, für wen Du Content produzierst und welcher Content besonders gut ankommt. So kannst Du mäßig erfolgreiche Dinge reduzieren und die gut-performenden Inhalte vermehrt nutzen. Lege hier viel Wert auf Interaktionen mit deinen Inhalten, da diese für das organische Wachstum deines Accounts nützlich sind!

Fazit: Instagram-Recruiting besetzt auch deine Stellen!

Einen Instagram-Account für dein Recruiting zu nutzen, scheint im ersten Moment ein wenig untypisch, kann dir aber helfen, neue Zielgruppen zu erschließen! Die Einrichtung deines Accounts ist schnell abgeschlossen, erfordert aber Konzentration auf kleine Details, so garantierst Du ein besseres Nutzererlebnis.

Nutze einen Redaktionsplan, um dir einen klaren Plan über deine Veröffentlichungen zu machen. Hierbei nutzt Du am besten einen guten Mix aus Posts und Storys mit Bildern und Videos.

Hashtags helfen dir, eine organische Reichweite zu erzeugen, wenn Du auf die richtige Auswahl und qualitativ hochwertigen Content achtest. Wenn Du dein Wachstum weiterhin beschleunigen möchtest, kannst Du unterschiedliche, bezahlte Werbeformate nutzen, um Interessenten zu erreichen.

Achtest Du nun darauf, langfristig hohe Qualität zu liefern und gibst nicht zu schnell auf, kann dein Unternehmen schon bald auf einen Instagram-Account zurückgreifen, welcher eine Menge potenzieller Bewerber anlockt und zur Wunderwaffe im War of Talents wird!

Nutzt dein Unternehmen schon Instagram im Recruiting? Wie sind deine Erfahrungen? Schreibe mir eine Nachricht oder hinterlasse einen Kommentar!

Mehr über Personalmarketing erfährst Du übrigens hier!

Jan Kreher JK Marketing

Hi ich bin Jan!

Ich zeige Dir, wie Du dein eigenes Marketing an den Start bringen kannst. Ob Personalmarketing, Produktmarketing, Branding oder einzelne Themen wie Green Marketing: ich versuche dir diese Themen so zu erklären, dass Du diese einfach selbst in deinem Unternehmen umsetzen kannst!